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Ferdinand Diskussion gestartet von Ferdinand 2 Wochen
Längst haben einige nach den „fetten“ Tagen zum Jahreswechsel mit Diäten oder irgendeinem Fasten begonnen, um wieder annähernd „normales“ Körpergewicht zu erlangen, nicht bedenkend, dass die meisten Diäten den Jo-Jo-Effekt nach sich ziehen und es nach einigen Fastenarten einem genauso ergeht.

                                      

Alles Abnehmen ist nur sinnvoll, wenn der Kopf mitspielt und man eine dauerhafte Ernährungsumstellung anpeilt. Eine Ernährungsumstellung heißt ja nicht grundsätzlich, dass man auf alles verzichten muss, sondern dass man mit Verstand isst. Und jedes wird schon bald merken, dass eine richtige Verteilung meines Nahrungsgenusses, diesen Genuss verstärkt. Ist für manche sicher ein bisschen schwer „verdaulich“ und damit meine ich verständlich.

Mal sehen, wenn mein Beitrag zum Teilzeitfasten, über das ich hier heute schreibe, nicht zu lang wird, dann hänge ich vielleicht noch einige allgemeine Sätze zu Diäten und Fasten, bzw. zum Abnehmen hintenan.

Aber nun zum Teilzeitfasten und was das ist:

Das Intermittierende Fasten, oft auch als Teilfasten, Teilzeitfasten oder Intervallfasten bezeichnet – ist anders als das Heilfasten keine klassische Fastenkur, denn  „Intermittierendes Fasten“ (lat. Intermittere =  unterbrechen, aussetzen) bedeutet also „unterbrochenes Fasten“ nach einem Ernährungszeitplan – um abzunehmen oder die körperliche Fitness zu verbessern.

Jede Form des Fastens greift in die Stoffwechselvorgänge ein: Sobald wir längere Zeit auf Nahrung verzichten, versucht unser Körper automatisch, alternative Energiequellen anzuzapfen, anstatt wie üblich die Energie aus der Nahrung zu schöpfen. Und so regt auch das Teilzeitfasten die Energiegewinnung aus vorhandenen, also körpereigenen (und angefressenen) Fettreserven an.

Obwohl auch weiterhin alle Nahrungsmittel erlaubt sind funktioniert es nur bedingt, wenn ich mich nicht vom Kopf her für frische und ausgewogene Nahrungsmittel entscheide. Ein weiterer Vorteil daraus ist, dass alle bisher genannten Punkte zusammen einer Insulinresistenz entgegenwirken, die häufig durch die Blutzuckerspiegel-Schwankungen herkömmlicher Ernährung entsteht.
                   
Seine große Popularität schöpft Intervallfasten daraus, dass es ebenso wie beim Heilfasten nicht die eine richtige Strategie, sondern mehrere Modelle gibt. Jeder kann sich nach persönlicher Vorliebe das am besten passende Konzept für die Fastenzeit aussuchen. Bei den Modellen 5/2 oder 6/1, gibt es ebenso keine Tage ohne Nahrungsaufnahme, wie bei den Modellen 16/8 oder 20/4.

Die Zahlen 5 und sechs stehen für die Wochentage, an denen ihr normal weiteressen dürft, allerdings auf die Portionsgrößen achten solltet. Persönlich empfehle ich hierbei vor jeder Mahlzeit ein Glas (0,3 Liter) lauwarmes Wasser zu trinken, dass sättigt übermäßige Heißhungergefühle. Und die Niedrigzahl-Tage bedeuten Fastentagen, hier sind leichte, kohlenhydratarme und proteinreiche Mahlzeiten erlaubt.

Die Zahlen 16/8 bzw. 20/4, bedeuten die täglichen Stunden. An den mehrheitlichen Stunden darf gegessen und getrunken werden und an den Niedrigstunden eben nicht, wobei immer derselbe Rhythmus beibehalten werden sollte. Klingt leicht und ist es auch, wenn ich die Fastenstunden in die Schlafzeit verlege. Doch auch dazu empfehle ich sich nach und nach auf leichtere, kohlenhydratarme und proteinreiche Kost und kleinere Mengen umzustellen. Auch hier empfehle ich vor jeder Mahlzeit, ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken. Ihr merkt, das A und O ist eigentlich „Kopfsache“. Das ist alles dazu!

Zusatzbemerkungen, wie anfangs angekündigt:

Als ich abnehmen wollte, habe ich es noch ein bisschen anders, nach eigenen Berechnungen  gemacht: Ich habe uns an sechs Wochentagen, nach und nach  (meine Lebensgefährtin und mich in Absprache) auf leichtere, kohlenhydratärmere und proteinreichere Lebensmittel umgestellt – und am siebten Tag durften wir schlemmen was und wieviel wir wollten.

Außerdem habe ich uns auf mehrere kleine Mahlzeiten (5 -7) umgestellt und auch hier wurde jeweils vor der Mahlzeit ein Glas  (0,3 Liter) lauwarmes Wasser getrunken. Schon bald hatten wir uns an die Umstellung und das viele Wassertrinken gewöhnt und so nach und nach wurden auch die Portionen an den Schlemmertagen geringer, na klar, hatte sich doch auch der ausgedehnte Magen wieder normalisiert. Wobei ich hier auf die gesundheitliche Förderung gar nicht näher eingehen möchte und dies mal gesondert beschreiben werde, um den Rahmen dieses Blogs nicht zu sprengen! Allerdings sollte man auch täglich 5 Minuten Körpergymnastik betreiben, damit die überdehnte Haut sich zurückbildet.
                                               
Jedenfalls habe ich so in den ersten sechs Monaten 38 Kilo (also 76 Pfund) abgenommen, ohne das Gefühl zu haben, auf etwas verzichten zu müssen. Auch sechs Jahre danach lege ich kein Gewicht mehr zu, obwohl ich mich nicht mehr konsequent verhalte. Allerdings stopfe ich mir nach wie vor nicht mehr alles Essbare in Unmengen rein, habe mehrere kleine Mahlzeiten beibehalten und trinke täglich vor jeder Mahlzeit mein Glas lauwarmes Wasser. Zusätzlich habe ich dadurch meine erhöhten Cholesterinwerte und meinen erhöhten Blutdruck in den Normalbereich stabilisiert.

Ist halt alles Kopfsache!

@10.01.2020, Ferdinand
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