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Ferdinand Diskussion gestartet von Ferdinand 3 Wochen
Nichts schien anders zu werden als all die Jahre zuvor zum Jahreswechsel: War auf Silvesterfeier bei meinem Sohn und seinen Freunden bis Neujahr kurz nach 04:00 Uhr. Die vorsichtige Heimfahrt, zwar ohne Alkohol aber doch bei erheblicher Straßenglätte, ließ mich dann gegen 05:00 Uhr völlig erschöpft ins Bett sinken und bis gegen Mittag schlafen.

Nun musste ich mich aber sputen, um Vorbereitungen für meinen Geburtstag am 02.01. zu treffen. An meinem Geburtstag hatte ich noch einen Verhandlungstermin bei Darmstadt, von dem ich aber gegen 16:00 Uhr zurück war. Für ab 17:00 Uhr wollten die ersten Gratulanten eintrudeln, was tatsächlich völlig normal verlief. Von mir aus konnte sich die ausgelassene Stimmung meiner Gäste ruhig lange hinausziehen, denn außer zwei Arztterminen am Freitag, stand nichts mehr bis Montag auf dem Programm. Meine Gäste feierten mit mir fröhlich bis in den Freitagmorgen, bis gegen 02:00 Uhr ein Aufschrei die fröhliche Feier verstummen ließ: Ein Gast, der auf Toilette musste, brüllte voller Entsetzen aus dem Bad: „Land unter!“

So hat ein in der Erinnerung bleibendes „Geburtstags-Geschenk“, ein Rohrbruch im Bad, bei mir und den anderen noch anwesenden und mehr oder weniger angetrunkenen Gästen, für heftige Betriebsamkeit gesorgt, damit sich die knöcheltiefe „Pfütze“ nicht über die ganze Wohnung ausbreitet. Nun war ich froh und dankbar, dass meine Gäste so lange ausgeharrt hatten um mir bei der mittelschweren Überschwemmung behilflich zu sein. Ohne Schuhwerk und mit hochgekrempelten Hosen rückten wir gemeinsam den Fluten zu Leibe, nachdem ich den Haupthahn abgestellt hatte.

Glücklich, wer ein umfassendes Ersatzteillager hat, weil er alles aufhebt – man könnte es ja mal gebrauchen! – und sich in diesem ohne Kompass zurechtfindet. Nach kurzer Umschau hatte ich einen beweglichen Metallschlauch gefunden, um ihn gegen den geplatzten auszutauschen. Gegen 04:30 Uhr hatten wir die Katastrophe voll im Griff und alle Wasserschäden beseitigt.

Als Dank gab es dann eine riesige Pfanne Rühreier mit Schinken und dazu Butterbrote oder Kartoffelsalat und reichlich diverse Getränke. Gerührt habe ich mich dann bei allen bedankt, die geholfen haben. Und selbst der kath. Pfarrer, ein Freund von mir (ev.), ließ es sich nicht nehmen, sich im Katastropheneinsatz zu bewähren.

Nachdem wir uns wieder soweit – auch mit Alkohol  beruhigt hatten, kam ein Gepolter und Getöse aus dem Bad, als wollte das ganze Haus zusammenstürzen. War aber nur mein Wäschetrockner – ich glaube Halifax hatte man die Dinger genannt, die in der Wand an gedübelt wurden. Jemand hatte die vollgesaugte Badezimmergarnitur an dem Ding aufgehängt. Für dieses Gewicht war er wohl nicht ausgerichtet und ist mit Getöse aus der Wand gebrochen und in der Badewanne gelandet.

Das konnten wir nun nicht mehr instand setzen, denn die Seniorentruppe war von den Rühreiern und dem genossenen „Allohol“ restlos erschöpft. Als gegen 06:00 Uhr alle gegangen waren überlegte ich, wie ich die Zeit todschlagen sollte, ohne einzuschlafen, denn ich hatte um 09:00 Uhr Termin im Klinikum zur Nachkontrolle meiner OP.  

Jedenfalls bin ich dann frühzeitig los, um noch vorher Geld und Kontoauszüge bei der Bank zu holen. Dort angekommen, ging natürlich nichts (Ihre Karte ist ungültig!). Ich natürlich zum Bankschalter um mich über den sch…. Automaten zu beschweren. Wie habe ich mich geschämt, als mir der freundliche Bankangestellte mitteilte, dass meine Karte nur bis zum 31.12.2019 gültig war und mir eine neue Karte bereits im Oktober zugestellt wurde.

Wieder alleine war mein erster Gedanke: Na prost Neujahr, wo sollte ich die in meinen riesigen, unaufgeräumten Büro-Schreibsachen suchen und habe mich innerlich mit einem mehrstündigen Gewühle angefreundet.

Wieder zuhause, beim Kaffeetrinken mit meinem Sohne, der bei mir „nach dem Rechten sah“, bekam ich eine Eingebung: Hatte ich mir doch ein Kästchen für wichtige „Sachen“ wie Viagra und so zugelegt. Ich sagte meinem Sohn: Ein Moment, ich will mal eben was nachsehen!“ – Mit einem triumphierenden Aufschrei hatte ich meine Bankkarte in der Hand!
                             
So hatte ich im „Neuen Jahr nicht nur Missgeschicke zu verbuchen sondern auch Erfolge und Glück, die mich für den Rest des Jahres hoffnungsvoll stimmen!

Und wie erging es Euch zum Jahresstart?


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