Ferdinand Diskussion gestartet von Ferdinand 4 Wochen
Manchmal schreibe ich ja wahre Geschichten aus meinem Leben oder erfinde kleine Geschichten, die mir so in den Sinn kommen und manchmal erzähle ich Geschichten nach, die ich mal gehört oder gelesen habe, doch da ich auch viel lese, gefallen mir oder bewegen mich natürlich auch Geschichten anderer, bekannter oder unbekannter Autoren und wo ich meine, dass sie Euch vielleicht auch gefallen werden. Tja - und da habe ich heute unter anderen, diese schöne Geschichte gelesen:

Das Weihnachtsgeschenk

von Father Joe (Schulpfarrer)

Paul bekam von seinem Bruder zu Weihnachten ein feudales Auto geschenkt.

Als Paul am Nachmittag des Heiligen abends sein Büro verließ, sah er, wie ein Junge um sein nagelneu blitzendes Auto herumschlich.
Er schien echt begeistert davon zu sein. „Ist das ihr Auto, Mister?“ fragte er.

Paul nickte. „Ja, mein Bruder hat es mir zu Weihnachten geschenkt.
Der Junge blieb wie angewurzelt stehen. “Mensch ich wünsche … “ Er zögerte.
Natürlich wusste Paul, was der Junge sich wünschen würde. Auch so einen Bruder zu haben.
Aber was er sagte, kam für Paul so überraschend, dass er seinen Ohren nicht traute.

„Ich wünsche mir“, fuhr der Junge fort, “ich könnte auch so ein Bruder sein.“ Paul sah den Jungen an – und fragte ihn spontan:“ Hast Du Lust auf eine kleine Spritztour mit dem neuen Auto?“

„Das wäre echt toll!“

Nachdem sie eine kurze Strecke gefahren waren,
fragte der Junge mit glühendem Augenaufschlag: “Würde es ihnen etwas ausmachen
bis zu unserer Haustür zu fahren?“

Paul schmunzelte. Er wollte seinen Nachbarn sicher zeigen,
dass er in einem großen Auto nach Hause gefahren wurde.
Paul irrte sich ein zweites Mal!

„Können sie da anhalten, wo die Stufen beginnen?“
Er lief die Stufen hinauf. Nach kurzer Zeit hörte er ihn.
Er kam nicht schnell gerannt.
Der Junge trug seinen behinderten kleinen Bruder.

Er setzte ihn auf der untersten Stufe ab und erzählte ihm von dem Auto.

„Eines Tages werde ich Dir auch ein Auto schenken
dann kannst Du dir all die schönen Sachen in den Schaufenstern ansehen,
von denen ich dir erzählt habe.

Paul stieg aus und hob den kleinen Burschen auf den Beifahrersitz.
Mit glänzenden Augen setzte sich sein großer Bruder neben ihn – und die drei machten sich auf zu einem Weihnachtsausflug
den keiner von ihnen jemals vergessen würde.

An diesem Heiligabend verstand Paul,
was Jesus gemeint hatte, als er sagte: „ Es ist seliger, zu geben … „.

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