Verfügbare Dateien

Keine Datei hochgeladen

Verwandte Diskussion

Thorben Diskussion gestartet von Thorben 5 Tage her
Nicht nur wie Sepp im Bürgerforum gestern über Fahrzeitverspätungen schrieb, wenn wir uns schon einmal dazu entschlossen hatten, als Freunde gemeinsam einen Münchner Weihnachtsmarkt zu besuchen und ein paar Gläser Glühwein zu trinken. Schließlich gab es die Wetterlage für ende November auch her.  Wir hätten es auch sonst besser sein lassen sollen.




Es war kalt. Es war eng. Es war nass. Und es war teuer.

Auf Weihnachtsmärkten ist es in der Regel kalt. Es ist eng. Es ist nass. Es ist teuer. An zahllosen Glühweinständen stehen dick eingemummelte frierende Passanten und löten sich systematisch die Birne mit fiesem Fusel aus der Kategorie "Château Schädel" zu. Irgendwann torkeln sie hilflos zwischen "lichtdurchwirkten Tannengirlanden" umher. Es ist erwiesen, dass der gezuckerte, heiße Wein schneller besoffen macht. Das ist nicht gut. Aber genau darum scheint es vielen ja zu gehen. Man muss sich das Ganze halt schön saufen.

Triefendes Fettgebäck wird auf allen Märkten zu überhöhten Preisen feilgeboten. Verkohlte Würste und Fleischspieße müssen im Stehen runtergewürgt werden. Gigantische Schwenkpfannen an Eisenketten über offenem Feuer, in denen Bratkartoffeln und sehnige Fleischbatzen kokeln, simulieren mittelalterliche Gemütlichkeit. Pfannen mit mutierten Riesen-Champignons simmern traurig vor sich hin. Allüberall preisen Leute mit roten Mützen auf dem Kopf irgendwelchenTinnef an, der dann nach dem Glühwein-Genuss von willenlosen Geschöpfen für Unsummen erstanden wird.

Weihnachten hat seine Reiz verloren

Auch das die Winter zwar da, jedoch nicht mehr das sind was sie mal waren. Und irgendwo steht immer ein armer, frierender Musiker und bläst "Leise rieselt der Schnee" in sein Saxophon. Nicht weit davon schüttelt ein Zirkusmann rhythmisch fordernd eine Spendendose und bittet um milde Gaben für das Winterfutter seines träge neben ihm äpfelnden Ponys. Und über allem schwebt wie eine Abgaswolke der Sound grauslich-kitschiger Weihnachtsmusik. Und in jedem Song - in jedem! – hört man das immer wieder spielende Lied von  Jingle Bells am Schlittens von Santa Claus.

Weihnachtsmärkte bringen das Schlechte in uns hervor. Und wenn ich mich mit einem heißen Zucker-Alkohol-Gemisch langsam und qualvoll vergifte, dann will ich mich dafür auch nicht zweieinhalb Stunden in eine Schlange stellen, in der gemeiner und härter gedrängelt wird als bei einem Fußballspiel von Bayern München.

Auch Silvester ist mir ein Graus. - Aber es ist schon spät. Davon dann später.
Antworten
Nena
Nena Geht mir auch so. Vielleicht auch weil immer das fehlt, was es früher um diese Zeit auch noch gab: SCHNEE. youtu.be/ZB4urPREFS0

Chris Norman Christmas Song

✰Merry ✰Christmas✰ ♥ wish ♥ ˜”*°•.˜”*°• Roswitha Kandziora •°*”˜.•°*”˜

5 Tage her
loader
loader
Attachment
Ferdinand
Ferdinand Ein ausagekräftiger Beitrag, Thorben, dem ich in allem zustimme! Mag auch keine Weihnachtsmärkte und gehe da nicht mehr hin. Wenn es mir gesundheitlich besser ginge, wäre ich heute im Antoniusheim, in meines Sohnes Behindertengruppe, zum Adventsliedersingen und Musizieren und Geschichten vorlesen, bei Kaffee und selbstgemachten Plätzchen der Gruppe. Ist immer sehr schön und feierlich! 5 Tage her
loader
loader
Attachment
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.