Ferdinand T. Diskussion gestartet von Ferdinand T. 3 Wochen
Es erscheint mir sinnvoll und angebracht, auch im neugestalteten Netzwerk an die Patientenrechte zu erinnern – oder sind Euch diese bereits bekannt? Gut wenn das so ist, dann überspringt einfach diesen Beitrag.

Viele Patienten sind im Arztgespräch sehr unsicher und vergessen dann sich umfassend und vollständig informieren zu lassen! Warum? ….. Schließlich geht es doch um ihre Gesundheit!

Beim Kauf z.B. eines elektronischen Gerätes dessen Funktionen Ihr nicht kennent, lasst Ihr Euch sich doch auch ausführlich beraten – oder? So ist es auch zweckmäßig Grundkenntnisse zu Eurer Erkrankung durch den behandelnden Mediziner zu erhalten und zu wissen, welche Rechte Ihr als Patient haben, um daraus ggf. auch wichtige Entscheidungen zu Eurer Gesundheit eigenverantwortlich zu treffen!

Grundlage der Patientenrechte sind die internationalen Menschenrechte und die nationale Rechtsordnung (Bürgerliches Gesetzbuch, Bundesverfassung, Ärztegesetz). Hierzu die vollständige  Zusammenstellung nach Karl Walter Nowak, Chefredakteur der Zeitschriften BESSER LEBEN und NATUR & GESUNDHEIT

„Als rechtlich mündiger Patient habt Ihr:

-    das absolute und ausnahmslose Recht auf Selbstbestimmung,

-    das Recht auf eine von Willensmängeln freie Meinungsbildung und damit verbunden

-    das Recht auf die umfassende Aufklärung (über Diagnose und Prognose) über alle formal-wissenschaftlichen (schulmedizinisch,

     orthodoxen) und empirisch-wissenschaftlichen (aus der Erfahrung und Überlieferung entwickelten, natürlichen)

     Behandlungsmethoden, 

-    das Recht auf die ungefährlichste Untersuchungs- und Behandlungsmethode,

-    das Recht auf die auf den Patienten abgestimmte und von diesem gewünschte (und nicht von der orthodoxen Medizin bevorzugte)

     Behandlungsmethode

-    das Recht auf psychische, liebevolle Betreuung, da Krankheit stets ein Ausdruck von Disharmonie zwischen Psyche und Körper ist 

     (was kränkt macht krank!)

-    das Recht, zielgerecht auf alle Vor- und Nachteile der vorgeschlagenen Behandlungsmethode einschließlich Austauschrisikos

     zwangsläufigen Nachteile einer Behandlung) vom Arzt hingewiesen zu werden

-    das Recht auf Einsichtnahme in die Krankenakte,

-    das Recht auf frei Wahl der Behandlungsmethode,

-    das Recht auf Selbstbehandlung

-    das Recht, gefährliche und krankmachende Behandlungsmethoden abzulehnen,

-    das Recht, ohne Zeitdruck als umfassend aufgeklärter Patient sich eine Meinung bilden zu können, sodass Sie eine von

      Willensmängeln freie Entscheidung hinsichtlich der von Ihnen gewünschten Behandlungsmethode fällen können,

-    das Recht, nicht Versuchsperson für pharmazeutische und medizinisch-technische Experimente zu sein,

-    das recht, dem Arzt das Vertrauen zu entziehen und andere Heiler zu konsultieren,

-    das Recht, gegenüber den auferlegten Behandlungsmethoden kritisch zu sein,

-    das Recht, eine Behandlung abzubrechen,

-    das Recht auf freie Arztwahl

-    das Recht auf Kontinuität der Behandlung und Nachsorge,

-    das Recht auf strikte Vertraulichkeit,

-    das Recht auf Mitsprache,

-    das Recht, auf entsprechende Art und Weise durch eine kritikfähige Justiz auch in Bezug auf diese Rechte geschützt zu werden.

-    Das Recht auf Klage und Schadenersatz bei OP- und Behandlungsfehlern.“  Ende der Zusammenstellung



Wenn Ihr Euch dieser Patientenrechte bewusst und im Klaren seid, Ihr Euch zuzüglich auf Euer Arztgespräch vorbereitet (ggf. offene Fragen vorab schriftlich fixieren), dürften Eure zukünftigen Arztgespräche von eigener Gelassenheit geprägt und informativer, vollständiger und zufriedenstellender ausfallen,

das wünscht Euch von Herzen

Ferdinand

@08.10.1998, überarbeitet am 23.07.2017, überarbeitet am 02.10.2019, Ferdinand
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