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Ferdinand T. Diskussion gestartet von Ferdinand T. 7 Tage her
Stell Dir vor, Du hattest einen wunderschönen Abend, gehst völlig entspannt ins Bett und hast dann einen fürchterlichen Albtraum. Ein realistisches Szenario, das tatsächlich passieren könnte:

Wir kennen sie alle, als Insekten mit einer Vorliebe für bunte Blüten, als summende Gäste unseres Gartens und sogar als Zeichentrickfigur - die Biene.
                                                    
Plötzlich träumst Du, die Bienen wären ausgerottet und ausgestorben! – Unrealistisch? Nein, denn es gibt tatsächlich schon große Landstriche, wo die Bienen nicht mehr existieren können! Das die Bienen jeden Tag die Grundlagen für unser Leben sichern, wissen allerdings viele nicht oder haben sich keine Gedanken darüber gemacht. Sie sind neben Rindern und Schweinen unsere wichtigsten Nutztiere. Was wäre also, wenn es die Bienen irgendwann nicht mehr geben würde?

Ein Drittel unserer gesamten Lebensmittel ständen uns nicht mehr zur Verfügung und gerade die, die am gesündesten und vitaminreichsten sind: Alle Obstsorten und viele Gemüsesorten, dazu viele Bäume, Sträucher und Blumen – eine öde Welt. Die Biene ist unersetzlich! Aber eben auch nicht unsterblich. In weiten Teilen Asiens sind die Bienen durch Pestizide, starke Luftverschmutzung, die „Varroamilbe“ und Faulbrut bereits ausgerottet. Folge ist unter anderem, dass die Nutzpflanzen und Nutzbäume von Menschenhand bestäubt werden müssen, welcher Aufwand und bei uns kaum bezahlbar. In Deutschland gibt es nur noch ca. 750. 000 Bienenvölker, Tendenz weiter abnehmend, die etwa ein Fünftel unseres Bedarfs an Honig und anderen Produkten (Wachs, Arzneimittel) abdecken, 80 Prozent müssen bereits jetzt schon eingeführt werden. Noch vor gut 20 Jahren ging man in Deutschland von rund 2.500.000 Bienenvölkern aus.

Noch einige Fakten:

Deutschland ist weltweit die Nummer 1 im Honigverzehr. Jeder Bundesbürger verbraucht durchschnittlich 1kg Honig im Jahr. Rund 80 % des verzehrten Honigs werden aus anderen Staaten importiert.

80 von 100 der Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Von der Anzahl der Äpfel, die durch die Bienen jährlich bestäubt werde, könnte jeder Deutsche 2 Apfelkuchen im Monat backen.

Für ein Kilogramm Honig fliegen die Bienen 240.000 km, also 6 x um die Erde. Der kleine Körper der Biene mit den winzigen Flügeln schafft, jeden Tag durchschnittlich 85 Kilometer zu fliegen und dabei rund 200 Blüten zu bestäuben.

Weltweit gehen die Bienenvölker immer mehr zurück – was unsere Nahrungsmittelversorgung bedroht. Die Gründe sind zahlreich: beispielsweise unsere Landwirtschaft, die längst nicht mehr das leistet, was sie einmal konnte – ein buntes Angebot an blühenden, artenreichen Wiesen und vielfältigen Landschaften ist einem eintönigen und intensiv genutzten Grünland sowie dem großflächigen Anbau weniger Nutzpflanzen gewichen. Darüber hinaus schädigen einige Pflanzenschutzmittel die Bienenbestände dadurch, dass die Bienen orientierungslos werden und nicht mehr in ihren Stock zurückfinden. Durch die fehlenden Erträge verhungert auch der Rest der Population. Eingeschleppte Krankheiten und Parasiten dezimieren zusätzlich viele Bestände.

Ausführliche Beschreibungen zu unseren drittwichtigsten Nutztieren, ihren Lebensräumen, ihren Nutzen für die Menschheit und ihre Schaffenskraft, findest Du reichlich  in diversen Beschreibungen im Internet.

Ich hoffe mit diesen kurzen Ausführungen zum Nutztier Biene  viele zu erreichen und ihnen andere Sichtweiten zu eröffnen!

@16.08.19, Ferdinand

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Heli
Heli Egal ob Wildbienen, Honigbienen oder Bienen in der Stadt. Bienen faszinieren, aber ohne unsere Hilfe wird es vielerorts schwerer für sie. Das weltweite Bienensterben hat auch bei uns in Bayern viele Menschen aufgerüttelt. Speziell in Bayern. 1,75 Millionen Menschen haben ein Volksbegehren für mehr Naturschutz in Bayern unterstützt. Bayern hat damit ein deutlich besseres Naturschutzgesetz.

Was 1,8 Millionen Bürger im Februar mit dem...
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